Öko-Strom kostenloser online Vergleich

Reaktorunfälle und Luftverschmutzung durch Kohlekraftwerke haben außerdem die Nachfrage nach regenerativen Stromquellen wie Sonnen- Wind- und Wasserenergie stark ansteigen lassen. Obwohl der Anteil des aus regenerativen Energiequellen stammenden Stroms in den letzten Jahren deutlich zugenommen hat, stammen immer noch mehr als zwei Drittel der erzeugten Energie aus Atom- und Kohlekraftwerken oder Erdgasvorkommen. Der aus Wind- Wasser- und Sonnenkraft stammende Anteil am deutschen Strommix liegt zur Zeit bei rund 22 Prozent.

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Der Strommix im einzelnen zunächst die konventionellen Energiequellen

  • Braunkohle 26 %
  • Steinkohle 19 %
  • Kernenergie 16 %

Die Erneuerbaren Energien setzen sich zusammen aus

  • Sonnenenergie (Photovoltaik) 4,6 %
  • Wasserkraft 3,4 %
  • Biomasse 6,6 %
  • Windenergie 7,3 %

Der Rest stammt aus sonstigen, nicht näher bezeichneten Energieträgern.

Allerdings muss auch hier die Devise lauten, dass nur ein gründlicher Vergleich davor schützt, eine Wahl zu treffen, die im Nachhinein bereut wird. Denn natürlich haben sich die Stromerzeuger auf die veränderte Nachfrage eingestellt und buhlen nun um die Gunst der Verbraucher. Dieser Wettbewerbseifer hat dazu beigetragen, dass für Strom mehrere Bio- und Ökostromsiegel von unterschiedlicher Qualität eingeführt wurden. Unter den Verbrauchern bedeutet diese Vielfalt eher mehr Verwirrung als Wahlfreiheit in Verbindung mit Qualitätssicherung beim Strom.

Zur weiteren Verunsicherung der Verbraucher trägt der Umstand bei, dass es den Erzeugern häufig gestattet ist ihren Strom umzuetikettieren. Möglich macht dies der Handel mit Emissionsrechten. Die entsprechenden Zertifikate sind an der Emissionsbörse für relativ wenig Geld zu haben. Die Rechte für den Ausstoß einer Tonne Kohlendioxyd sind für wenige Euro zu haben. Auf diese Weise ist es den Versorgungsunternehmen sogar möglich, aus Kern- oder Kohlekraftwerken gewonnenen Strom mit dem Label "Aus Erneuerbaren Energiequellen stammend" zu versehen. Und das für wenig Geld. Daher empfiehlt es sich, die Gütesiegel für Strom genau unter die Lupe zu nehmen.

Zur Zeit sind die folgenden Stromsiegel als Zertifikate für erneuerbare Energien in Umlauf.

  • TÜV-Siegel
  • OK power
  • Der Grüner Strom Label e.V.
  • RECS-Zertifikat (RECS = Renewable Energy Certificate System)

Das TÜV-Siegel dürfen Energieversorger verwenden, deren Strom aus erneuerbaren Energiequellen stammt. Zu beachten ist, dass die Vergaberichtlinien für die Zertifikate von TÜV Nord und TÜV Süd unterschiedlich gehandhabt werden.

OK power ist ein vom Verein EnergieVision e. V. verliehenes Siegel. Träger des Vereins sind der ÖKo-Institut e. V. und die Verbraucherzentrale des Bundeslandes Nordrhein-Westfalen. Energieprodukte, die das OK power Gütesiegel tragen dürfen, müssen für die Umwelt einen zusätzlichen Nutzen haben. Worin dieser Nutzen besteht, wurde in den Kriterien für das OK power Gütesiegel gesondert festgelegt. Außerdem müssen die Energiegewinnungsanlagen genau festgelegte ökologische Standards einhalten.

Bereits 1998 initiierten Umweltorganisationen zusammen mit Natur- und Verbraucherschutzverbänden das Grüner Strom Label. Dieses Zertifikat gibt es in zwei verschiedenen Ausführungen: einmal in Gold und einmal in Silber. Mit dem Label in Gold darf nur solcher Strom gekennzeichnet werden, der zu 100 % aus regenerativen Energiequellen stammt oder mit Kraft-Wärme-Kopplungs-Anlagen (KWK-Anlagen) ohne Verwendung fossiler Brennstoffe erzeugt wurde. Beim Silberlabel dürfen im Unterschied zur Goldausführung des Grüner Strom Labels bei der Energiegewinnung mit KWK-Anlagen bis zu 50 % fossile Brennstoffe verwendet werden. Sowohl das Grüner Strom Label in Silber als auch das in Gold darf nicht für den mit RECS-Zertifikaten umetikettierten Strom verwendet werden.

RECS-Zertifikate legen bereits in fünfzehn Ländern Europas die Standards für ökologisch erzeugten Strom fest. Da hier entsprechend viele unterschiedliche Interessen unter einen Hut gebracht werden müssen, kann durch den Handel mit diesen Grünstromzertifikaten auch aus Atomkraft- oder Kohlekraftwerken stammender Strom mit dem Etikett "Erneuerbare Energie" versehen werden. Aus diesem Grund stößt der mit RECS-Zertifikaten etikettierte und als "umweltfreundlich" oder "ökologisch" verkaufte Strom bei vielen Verbrauchern und Umweltverbänden auf Ablehnung.

Schließlich führte das Umweltbundesamt gegen Ende 2012 Herkunftsnachweise für Strom ein. In einem eigens dafür erstellten Herkunftsnachweisregister wird der Strom geführt, für den es keine Vergütung nach dem EEG (Erneuerbare Energiegesetz) gibt. Bei diesem System handelt es sich im Grunde um eine staatliche Variante der RECS-Zertifikate.

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